Mit diesen Facebook-Strategien holst du deine Reichweite zurück

Facebook will wieder zum Freunde-Netzwerk werden und hat angekündigt, die Reichweite von Unternehmen massiv einzuschränken. Was viele Nutzer freuen dürfte, mehr von den eigenen Freunden im Newsfeed zu sehen und weniger Posts von Fanpages, wird gerade für viele Non-Profit-Organisationen zum echten Problem. Vereine, Verbände, öffentliche oder kirchliche Einrichtungen haben in der Regel nicht das Budget, um ihre mühsam aufgebaute Reichweite mit bezahlten Posts aufrecht zu erhalten. Doch es gibt gleich mehrere kostenlose Strategien, um dennoch Reichweite zu generieren.

1. Gruppen aufbauen

Gruppen sind gerade der große Trend auf Facebook und eine ideale Möglichkeit, deine Community in unterschiedliche Zielgruppen aufzuteilen, zu erweitern und noch mehr auf Interaktion zu setzen. Gerade für Sozialverbände, die mit vielen unterschiedlichen Angeboten ganz unterschiedliche Zielgruppen bedienen, kann es Sinn machen, mehrere Facebook-Gruppen für verschiedene Themen einzurichten; beispielsweise eine für Pflege, eine für Eltern von OGS-Kindern, eine für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe etc…

Gruppen lassen sich neuerdings sehr gut mit Seiten verknüpfen, sodass du auch mit deiner Fanpage innerhalb der Gruppe agieren kannst. Innerhalb solcher Gruppen findet erfahrungsgemäß mehr Interaktion statt als auf Facebook-Seiten, und genau das kann deine Reichweite extrem nach vorne bringen.

2. Private Profile nutzen

Wenn Facebook die Inhalte von Privatpersonen wieder stärker in den Vordergrund stellt, dann können sich Vereine und Verbände genau das zunutze machen. Das heißt nicht, dass du die Fanpage deines Verbandes oder Vereins durch ein privates Profil ablösen sollst. Dazu haben private Profile zu viele Nachteile (keine Statistiken, keine Werbemöglichkeiten …).

Vielmehr solltest du dafür sorgen, dass deine Inhalte auf privaten Profilen geteilt werden. Entweder du teilst die Inhalte deiner Seite selbst als Privatperson – zum Beispiel in bestimmten relevanten Gruppen, in denen sich deine Zielgruppe bewegt. Das können Gruppen sein, die sich einem bestimmten Thema widmen, oder Gruppen, die eine bestimmte Stadt oder Region abbilden.

Eine andere Möglichkeit ist, dass du einzelne deiner Fans dafür gewinnst, das zu tun. Schau dir dazu an, wer häufig mit deiner Seite interagiert, wer am besten in der sozialen Medien vernetzt ist und die größte Reichweite hat. Was bezahlte Influencer im großen Stil machen, können viele andere zumindest in einem kleinem begrenzten Rahmen auch leisten. Wenn du dazu guten Content mit sozialen Inhalten lieferst, haben beide Seiten etwas davon.

3. Stories füllen

Angefangen von Snapchat über Instagram rollt die Welle der Stories nun auch Richtung Facebook. In den Stories kannst du deine Inhalte in Form von Bildern, Boomerangs oder kurzen 15-Sekunden-Videos präsentieren. Gerade viele Instagramer posten mittlweile mehr Inhalte in den Stories als im normalen Feed.

Auf Facebook tut sich noch deutlich weniger in den Stories – gerade deshalb habt ihr hier derzeit gute Chancen, mit euren Inhalten gesehen zu werden. Zumal sich die Instagram-Stories auch automatisch mit den Facebook-Stories verbinden lassen. Aber Achtung: Stories habe ihre eigenen „Gesetzmäßigkeiten“. Hier funktionieren andere Inhalte als im Newsfeed. In den Stories sollte dein Content am besten noch unmittelbarer und noch persönlicher sein – „social“ eben.

4. Andere Plattformen suchen

Social Media ist nicht allein Facebook. Auch wenn Facebook sozusagen das Einwohnermeldeamt des Internets ist, wo jeder auffindbar sein sollte, so gibt es unzählige weitere Plattformen, auf denen du deine Zielgruppe ebenso erreichen kannst – Instagram, Pinterest und Whatsapp sind da nur die Allerbekanntesten. Nun, da die Reichweite auf Facebook (mal wieder) schwindet, lohnt einmal mehr der Blick über den Tellerrand. Probiere deshalb, auf welchen anderen Kanälen du Reichweite aufbauen kannst. Häufig lassen sich andere Social-Media-Kanäle auch gut mit deiner Facebook-Community verknüpfen.

Bedenke dabei aber immer: Andere Netzwerke erfordern andere Strategien. Sei also mutig, andere Wege zu gehen, um deine Botschaft zu vermitteln. Setze auf die aktuellen Social-Media-Trends, die von den Netzwerken forciert und von den Nutzern konsumiert werden. So findest Du auch morgen noch die Nische, in der du Reichweite für deine Inhalte generieren kannst. Viel Erfolg dabei!

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